Medien, Hanix 77: Wir bevorzugen eher das ganz große Orchester statt die kleine Fiedel

Medien, Hanix 77: Wir bevorzugen eher das ganz große Orchester statt die kleine Fiedel

Interview: Sascha
Foto: Ulla Kühnle

Im Herbst 2020 verschmolzen Regisseur und Autor Andreas Kröneck und Komponist und Sound-Designer Antonio Lopes zu Ihrer Firma Hnywood um, getrieben von echter Liebe zu Film und Kino, in große Projekte noch größere Gefühle fließen zu lassen. Hanix traf sich mit den beiden Köpfen des Film- und Synchronstudios zum Talk über Spielfilme »made in Heilbronn«, Filmproduktion für den schwäbischen Mittelstand, den Hang zur gewissen Form von Pulp und das vollständige Verlassen des Planeten.

Sascha Wartha: Für was steht Hnywood?

Antonio Lopes: Hnywood – ausgesprochen »Heilbronnywood« – ist technisch gesehen eine Firma, faktisch gesehen ein Zusammenschluss von Freunden, die seit vielen Jahren zusammenarbeiten und sich zur Aufgabe gesetzt haben, tolle Produktionen zu realisieren. Jetzt sind wir ein Team von sechs Spezialisten und gehen diesen spannenden und hoffentlich erfolgreichen Weg zusammen.

Andreas Kröneck: Exakt. Wir lieben und machen Filme. Spielfilme ebenso wie Imagefilme und Werbe- oder Kinospots für Unternehmen. Vor allem, wenn es darum geht, Geschichten zu erzählen, die sich wie Kino anfühlen sollen, sind wir das richtige Team.

Wie kam eure Zusammenarbeit zustande?

AL: Ich war mit meiner vorherigen Firma Lab Six an einem Punkt, an dem es für mich alleine etwas viel wurde und ich vor der Frage stand, ob ich das in dieser Form überhaupt so weitermachen möchte. Ich hätte mich eigentlich vergrößern müssen. Aber 14 Jahre als erfolgreicher Einzelkämpfer am Markt haben Spuren hinterlassen.

AK: Ich mache seit über 20 Jahren Filmproduktion für den schwäbischen Mittelstand, bislang unter dem Dach des Designstudios Magmell. Das führt nun meine Frau weiter, weil wir beide beschlossen haben uns auf das zu fokussieren, was wir lieben. Für mich stand fest, etwas im Bereich Film nur mit Antonio zu machen, da er auf der einen Seite ein guter Freund ist und wir auf der anderen Seite auch für dieselben Themen brennen, nämlich Kino und eine gewisse Form von Pulp.

Was zeichnet euren Stil aus?

AK: Wir bevorzugen beide das große Orchester und nicht die kleine Fiedel. Wir lieben es, mit Partnern oder Kunden gemeinsam tolle Geschichten zu entwickeln. Unser Stil ist oft auch der Grund, warum sich Kunden wie beispielsweise die Zeag oder Beyerdynamic dazu entschließen, mit uns zusammenzuarbeiten. Wir bringen Stories, viel Herzblut und Kinofeeling mit in die Produktionen. Werbung, die keine berührenden Geschichten erzählt, ist nicht unser Ding und dafür wären wir auch der falsche Partner.

Wie bereits erwähnt, konntet ihr mit »Faustdick« einen abendfüllenden Spielfilm realisieren, der dann überregional Beachtung fand.

AL: Von Anfang an war es unser großes Ziel, Spielfilme zu machen. Nach ein paar gemeinsamen Kurzfilmprojekten wurde dies immer greifbarer. Ende 2017 kam dann Andreas mit der konkreten Idee auf mich zu. Wir sind von unserer unternehmerischen Denke her eher amerikanisch aufgestellt, was in diesem Kontext heißt, dass wir nicht wie üblich zuerst einen Fördermittelantrag nach dem anderen stellen sondern einfach loslegen …

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