Der Historische Schuss, Hanix 81: Zeit für eine Wende?

Der Historische Schuss, Hanix 81: Zeit für eine Wende?

Text: Annette Geisler
Fotos: Stadtarchiv Heilbronn, Fritz Friederich

Eine Trendwende im Kleinen ist mittlerweile sehr aktuell geworden ist: Mehr »öffentliches« Wasser in die Innenstadt. Wie sehr Erfrischungs- und Planschmöglichkeiten an heißen Tagen auch im Stadtzentrum geschätzt werden, zeigt zum Beispiel seit 2015 das Wasserspiel am Bollwerksturm.

Heil-Bronn

Heilbronn hat das Wasser ja schon im Namen bzw. den »Bronn« oder die Quelle. Könnte Heilbronn zur »Stadt der Brunnen« werden und so durch ein weiteres Markenzeichen glänzen?

Es gibt ja tatsächlich einige repräsentative Brunnen in der Innenstadt: Den Theaterbrunnen von Gudrun Schreiner zum Beispiel, zu dem die Firma Kaco 1982/83 eine größere Geldsumme beigesteuert hatte. Oder der 1992 gespendete und 1996 eingeweihte Stadtbrunnen (Musikantenbrunnen) von Eberhard Linke am Kiliansplatz. Dazu kommen jene Brunnen mit historischen Wurzeln, wie der etwas stiefmütterlich behandelte »identitätsstiftende« Sieben-Röhren- oder Kirchbrunnen vor der Kilianskirche aus dem Jahr 1904 und den Fortuna-Brunnen am Fleinertor. Auch das 1892 auf dem Marktplatz aufgestellte Robert-Mayer-Denkmal ist ja ein Brunnen. Einen geschichtlichen, wie beim Fortuna-Brunnen bis in die Renaissance reichenden Hintergrund hat auch der St. Georgsbrunnen am Hafenmarkt. Dass diese Neuschöpfung von Ernst Yelin aus dem Jahr 1955 recht unauffällig wirkt, ist übrigens gewollt: Die Inhaber der umliegenden Geschäfte hatten die Stadtverwaltung gebeten, den Brunnen, der vor seiner Zerstörung am 4.12.1944 sehr prächtig gewesen war, so zu gestalten, dass er nicht von ihren Schaufenstern ablenkt …

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