Das Interview, Hanix 80: Wieder da!

Das Interview, Hanix 80: Wieder da!

Interview: Hanix
Foto: F. Schindelbeck (Konzert), Karin Haug (Porträts)

»Black sheep«, »Rock am Ring«, »Southside Festival« und und und…: die Open Airs sind zurück! Endlich!

Aus diesem freudigen Anlass haben wir mit Mani Neumeier gesprochen, dem Gründer von »Guru Guru« — einer absoluten Legende der Rockmusik. Und das mit der Legende bezieht sich sowohl auf die Gruppe selbst, als auch auf deren Bandleader. Gegründet hat Mani »Guru Guru« nämlich bereits im Jahr 1968 und tourt seitdem mit wechselnden Besetzungen — durch die weltweite Musikgeschichte. Damit gehören sie — zusammen mit den »Rolling Stones« — in dieTop Ten. Und zum guten Glück ist für die Krautrocker von »Guru Guru« längst kein Ende in Sicht — denn Mani, der im Dezember 82 wird, hat präsentiert sich mit seiner Band aktuell bei zahlreichen Festivals im ganzen Land, beispielsweise beim »Herzberg Festival«, beim »Parkside« in Offenbach und am 25. September beim »Krautrock-Festival« in Paderborn.

Open Airs sind seine Leidenschaft, kein Wunder. Und wie so ein Open Air funktioniert, das weiß keiner besser, als der »Guru Guru«- Chef selbst, denn unglaubliche 37 Mal hat er zuvor das »Finkenbach-Festival« organisiert, das als »Woodstock im Odenwald« einen sagenhaften Ruf erlangt hat. Inzwischen ist er dort ausgestiegen und tourt nun durch jede Menge neuer und alter, kleiner und großer Festivals kreuz und quer durch die Szene. Und natürlich wird er immer auch sein absolutes Paradestück, den Elektrolurch, auf die Bühne bringen. Weshalb, wieso und was eigentlich den Reiz von Open-Airs ausmacht, darum gings beim sommerlichen HANIX- Interview im Garten des unverwüstlichen Schlagzeug-Gurus.

Hanix: Mani, was war in Deinen über 55 Karrierejahren als Musiker die häufigste Frage, die Dir gestellt worden ist?

Mani Neumeier: Wieso macht ihr eigentlich Musik? Das ist natürlich eine ganz blöde Frage.

Also diese Frage stelle ich jetzt natürlich nicht, aber was würdest du darauf antworten?

Da antworten wir immer darauf: Weil man dabei so schön ausflippen kann.

Wenn man so viele Konzerte gespielt hat wie du, das sind ja jetzt annähernd 3.500 …

… ich glaube, es sind schon 3.700, also auf die zehn genau weiß ich es nicht, aber das kommt schon hin.

Hat man es dann nicht irgendwann über, den Elektrolurch zu spielen?

Ich habe einfach Spaß daran. Die Musik von dem Stück, die verändern wir ständig: das ist kein Jazz, kein Rock, das ist ein eigenes Ding. Und das kann man jeden Abend anders spielen, sonst würdest du das auch gar nicht durchhalten. Und dann habe ich natürlich immer Umfragen, frage Kinder, oder Jugendliche: »Wie findest du das?« »Ja toll, gut, geht.« Wenn jetzt viele sagen würden, das ist ja alter Käse, dann würde ich es vielleicht nicht mehr machen, aber selber macht es Spaß. Und man kann ziemlich viele verschiedene Sachen reinpacken.

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