Das große Interview, Hanix 79: Fragen zum Krieg

Das große Interview, Hanix 79: Fragen zum Krieg

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam, antwortet.

Interview: Hanix
Foto: Nico Kurth

Alle reden heute vom Krieg. Man spricht von Taktiken, Strategien, von den Bedingungen der Schlachtfelder, viel natürlich von Waffen und diskutiert die möglichen Szenarien einer Eskalation. Selten wird von der Presse und den Medien spezifiziert, was es mit all diesen Begriffen auf sich hat. So fliegen uns diese Worte um die Ohren, dass einem Hören und Sehen vergehen, vor allem bei Bürger*innen eines Staatwesens, zu dessen — mittlerweile umstrittenen — Grundbekenntnissen der Ausdruck: »Nie wieder Krieg!« gehört. In den letzten Jahrzehnten haben sich eigentlich nur Hobby-Liebhaber von Militaria mit jenen Ausdrücken intensiver beschäftigt.

Die theoretischen Klassiker zum Krieg, der Chinese Sun Tzu, der Florentiner, Niccoló Machiavelli, oder der Preuße, Carl von Clausewitz, waren bisher entweder Historikern oder Managern bekannt. So hatten wir uns überlegt, genauer nachzufragen. Wir wollten dazu in der Region bleiben und kontaktierten die nächstgelegene Kaserne, die Carl-Schurz-Kaserne Hardheim, südlich von Tauberbischofsheim. Immerhin gibt es da ein Panzerbataillon. Und wir dachten uns, dort könne man uns Auskunft auf unsere Fragen geben.

Der Pressesprecher, zur Zeit unseres Anrufes wegen Krankheit beurlaubt, verwies uns an das Presseinformationszentrum (PiZ) der Bundeswehr, in Strausberg. Nur dort könne man uns eine entsprechende Auskunft geben. So schrieben wir unseren Fragenkatalog in eine Mail und versendeten sie. Wie überrascht waren wir, als am nächsten Tag bei uns ein Anruf einging mit Potsdamer Vorwahl. Es meldete sich sehr freundlich ein Herr Stabsbootsmann Binsack. Er dankte sehr für die aktuellen Fragen, die die Themen berührten, welche das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) gerade erforsche.

Zur Erklärung: »Das ZMSBw ist die zentrale militärgeschichtliche und sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtung des Bundes und wurde 2013 als Zusammenschluss des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr begründet«, wie auf der Homepage zu lesen steht. Herr Stabsbootsmann Binsack sicherte uns zu, unsere Fragen an die entsprechenden Forscher des Institutes weiterzuleiten. Tatsächlich erhielten wir von Herrn OBERST DR. HARTMANN, seit 2022 Leiter der Abteilung Bildung im ZMSBw, vorher Visiting Lecturer an der U.S. Naval Postgraduate School Monterey/CA, Teilnehmer am Senior Course des NATO Defense College in Rom sowie Referatsleiter II 2 (3) Truppenführung im Kommando Heer in Strausberg, zeitnah und ausführlich Antwort. Sie ist in dieser Ausgabe unser »Großes Interview«.

Nicht nur Herr Stabsbootsmann Binsack war sehr geduldig und ausführlich mit uns. Auch Oberst Dr. Hartmann stand uns in langen Telefonaten Rede und Antwort, so dass wir sogar noch eine Zusatzfrage, hier unsere letzte, nachreichen konnten. Wir sind dem ZMSBw sehr dankbar für den offenen Austausch und das Interesse an unserem, doch eher regionalen, Magazin. Wir sind sehr stolz, unseren Lesern und Leserinnen hier Antworten zum Krieg, seinem Zweck und Ziel, aus berufenem Munde präsentieren zu können.

Unser Fotograf Nico Kurth hat, da wir nicht nach Potsdam gereist sind, eine eigene kommentierende Fantasie zum Interview beigetragen ...

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