Friedrich von Borries, Architekt und Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg
Friedrich von Borries, Architekt und Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg

Hanix 78 — Interview:
Folgenlosigkeit in Heilbronn. Eine Kontroverse.

In unserem großen Interview, hier vollständig als Audio, haben wir Friedrich von Borries, Architekt und Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, befragt. In Filmen, eigenen Projekten in Hamburg und Berlin, sowie prominent in seinem Roman »Fest der Folgenlosigkeit« hat er den Begriff der »Folgenlosigkeit« eingeführt und erläutert. Er ist neben Tobias Frühauf und Philipp Wolpert Mitorganisator eines einjährigen Stadtprojektes gleichen Titels hier in Heil-bronn. Hanix hat ihn befragt, wie der Begriff der »Folgenlosigkeit« entstanden ist, wo er seinen Ursprung hat und welche Folgen dieses Projekt wohl für Heilbronn zeitigen mag.

Nähere Informationen zum Projekt und den Veranstaltungen: www.bund-der-folgenlosen.de

Thomas Bornheim, CEO der 42 Heilbronn
Thomas Bornheim, CEO der 42 Heilbronn

Hanix 77 — Interview:
Thomas Bornheim, CEO der 42 Heilbronn

Die Coding-Schule 42 Heilbronn, möchte die Kultur in Heilbronn mitgestalten als Plattform für gemeinsame Kommunikation, als Impulsgeber für neue Ideen und Ort von Pluralismus und Artikulierung anderer Perspektiven. Wir sprachen mit Thomas Bornheim, CEO der 42 Heilbronn, wie er die Kultur-Szene hier sieht und was seine Pläne und Vorstellungen sind. Das Gespräch nimmt insofern eine erstaunliche Wendung, als es hier nicht nur um die Wirkungen der Digitalisierungen auf die Kultur vor Ort geht, sondern gegen Schluss auch um die Kultivierung des Digitalen.

Thomas Bornheim kommentiert das Audio anlässlich seiner Freigabe für diese Seite: »Ich würde manche vielleicht sogar heute anders beantworten. Die Perspektive auf das Content Management System, dass sich erweitert, würde ich so beantworten, dass einmal digital alles flacher wird. Der Vergleich des digitalen zum realen Pinselstrichs wurde von Walter Benjamin ja schon vor den Computern beschrieben. Leider mit etwas unglücklichen Worten, wie ich finde (Aura). Die Minimalisten haben das sehr schön vertieft. Insofern setze ich bei digitaler Kunst völlig andere Maßstäbe an. Mit Photoshop kann man viel Spaß haben, aber wenn Materialität fehlt, dann ist es nicht leicht, wirklich Kunst zu machen. Aber jetzt müssten wir erstmal Kunst definieren.«

Roswitha Keicher, Leiterin der Stabsstelle Partizipation und Integration der Stadt Heilbronn
Roswitha Keicher, Leiterin der Stabsstelle Partizipation und Integration der Stadt Heilbronn

Hanix 77 — Interview:
Roswitha Keicher, Leiterin der Stabsstelle Partizipation und Integration der Stadt Heilbronn

Diaspora, Parallelgesellschaften und Wurzelträume — Migration, Integration, die von vielen beklagte Überfremdung der Innenstand, Spannungen in einer zunehmend internationalen und diversen Gesellschaft in Heilbronn. Bei all der Kurzschlüssigkeit, der kognitiven Dissonanz und mentalen Verrückung in allen möglichen Lagern schien es uns angebracht, einmal Frau Roswitha Keicher zu befragen. Sie ist Leiterin der Stabsstelle Partizipation und Integration der Stadt Heilbronn. In unserem »Großen Interview« geht es um die Frage, warum Menschen, die zugewandert sind, hier bleiben und sich an der Gesellschaft beteiligen möchten, sich aber trotzdem als in der »Diaspora« bezeichnen. Sind »Communities« ein Ausdruck für Parallelgesellschaften und wie kann man Sehnsüchte der Hinzugezogenen nach der eigenen, ursprünglichen Kultur eigentlich »integrieren«?

Robert Prager, Oberarzt der Klinik für Suchttherapie im Klinikum am Wiessenhof © Nico Kurth, 2021
Robert Prager, Oberarzt der Klinik für Suchttherapie im Klinikum am Wiessenhof © Nico Kurth, 2021

Hanix 75 — Interview:
Das Andere der Freiheit: Sucht und Abhängigkeit

Für uns heute ist »Freiheit« eine zentrale Qualität unserer Lebensführung. Darunter verstehen wir, dass wir frei sind, immer wieder zu tun, wann und wie wir es wollen. Wir können uns unsere Produkte immer wieder frei wählen, unsere Partnerschaften immer wieder frei gestalten und immer wieder das Auto unserer Wahl fahren. Ich kann immer wieder auf Partys eskalieren und bei »Netflix und Chill« mir immer wieder reinpfeifen, was ich will. Sind wir wirklich in diesem »immer wieder« so autonom und souverän, so unsterblich und für immer jung? Was ist mit meinen Prüfungen? Was mit meiner Lebensplanung? Halte ich dem Erwartungsdruck meiner Umgebung, unserer Umwelt stand? Hanix unterhielt sich im »Großen Interview« mit ROBERT PRAGER, Oberarzt der Klinik für Suchttherapie im Klinikum am Weissenhof, Weinsberg, über das Andere der »Freiheit«, über das Thema »Abhängigkeit«.

Potentiale des Theaters
Potentiale des Theaters

Hanix 74 — Interview:
Potentiale des Theaters

Das Hanix Magazin bezeichnete die Gruppe »Tacheles und Tarantismus« in der Nr. 69 (S. 39): »Zwei junge Impresarii, die unter dem Etikett ›unverblümte Sprache und wilder Tanz‹ firmieren, […]. Deren Arbeitsmotto lautet unter anderem: ›Leider bleibt die Darstellende Kunst oft hinter ihrem großen Potenzial zurück und besticht allenfalls durch Ideenlosigkeit, Feigheit, Doppelmoral und ihren Museumscharakter.‹« Ob das so stimmt? Wir haben mit PHILIPP WOLPERT und TOBIAS FRÜHAUF, den beiden »Impresarii«, gesprochen.

Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchiv Marbach © Nico Kurth, 2021
Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchiv Marbach © Nico Kurth, 2021

Hanix 73 — Das Große Interview: Mitschnitt des Online-Interviews (kein Podcast)

Übersetzen. Vom Analogen ins Digitale

Anlässlich der jüngsten Tagung des Deutschen Literaturarchiv Marbach: »LiteraturarchivDerZukunft«, sprach Hanix mit der Direktorin, Sandra Richter, über die Herausforderungen des Archivs bei der Digitalisierung, über die deutsche Sprache in Zeiten einer englisch geprägten Computer-Kultur, über politisch korrektes Übersetzen und natürlich über die anstehenden Feierlichkeiten zum Jubiläum des Revolutionärs Ludwig Pfau in Heilbronn.

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